Wir, die Freien Wähler Friedrichshafen e.V., kandidieren nicht für den Landtag!

Achtung, Verwechslungsgefahr:
Die gleichnamige Partei will dagegen in den Landtag, macht derzeit Wahlkampf, und das sorgt mal wieder
für Verwechslungen.
„Diese Freie-Wähler-Partei hat nichts mit den kommunalen Freien Wählern zu tun, die als Vereine organisiert
sind und ausschließlich in den Kreistagen, Gemeinderäten und Ortschaftsräten engagiert sind“,
betont der Landesvorsitzende der Freien Wähler des Landesverbands Baden-Württemberg e.V.,
Bürgermeister a.D. Wolfgang Faißt aus Renningen.
Die Abgrenzung zur Freie-Wähler-Partei ist wichtig. „Wir sind nicht gebunden an ein Parteiprogramm bzw.
an eine Ideologie und entscheiden frei und rein sachorientiert“, sagt Bernhard Schweizer, Mitglied im
Geschäftsführenden Vorstand des Freie Wähler Landesverbands Baden-Württemberg e.V.“
Als solche konzentrieren sich die Freien Wähler-Vereine auf die Kommunalpolitik – auch das ein
Unterschied zur Partei. „Wir sind verwurzelt in der Kommunalpolitik in den Landkreisen, Städten und
Gemeinden Baden-Württembergs und wir haben einen engen Draht zu den Bürgerinnen und Bürgern“, sagt
Dr. Annette Silberhorn-Hemminger, die Landesgeschäftsführerin der kommunalen Freien Wähler unseres
Bundeslands.
In der Landes- oder Bundespolitik wollen wir die kommunalen Freien Wähler nicht mitmischen. Dennoch gebe es
den Austausch mit Politikern anderer Parteien, sowohl auf Orts- als auch – über den Landesverband – auf
Landesebene, sagt Landesvorsitzender Wolfgang Faißt. Die kommunale Verankerung und die
parteipolitische Unabhängigkeit seien die großen Stärken der Freien Wähler, meint Oliver Haller,
Stadtverbandsvorsitzender in Friedrichshafen. Deshalb sind die kommunalen Freien Wähler auch die stärkste
politische Kraft in den baden-württembergischen Gemeinderäten.
Der Freie Wähler Landesverband wurde 1956 gegründet und war Mitglied im Bundesverband. 2010 kam es
zur Trennung, als der Bundesverband in eine Partei umgewandelt wurde, um landes- und bundespolitisch
aktiv zu sein. Die Kommunalpolitik sollte den Vereinen vorbehalten bleiben. Die Namensgleichheit blieb
bestehen.
„Es gibt zwar eine Namensgleichheit, die Kreisverbände und alle Stadt- und Ortsvereine haben allerdings
nichts mit dieser Freie-Wähler-Partei zu tun. Wir werden die Kandidatur der gleichnamigen Partei nicht
unterstützen und nehmen eine neutrale Position ein“, so Angelika Drießen von den Freien Wählern in Friedrichshafen.